Diese 1394 vom Menteşe-Sandschakbey Firuz Bey errichtete Moschee ist das bedeutendste überlieferte Bauwerk Milas' aus der BeylikZeit. Der Architekt war Hasan bin Abdullah.
Die Moschee hieß im Volksmund „Kurşunlu" — wegen ihrer bleibeschlagenen Kuppel. Doch als der Reisende Evliya Çelebi Milas im 17. Jahrhundert besuchte, gab er ihr einen anderen Namen: „Gök Cami" (Himmelmoschee). Das Gebäude war nämlich aus graubleuer marmoriertem Stein vom Sodra-Berg errichtet — und bei bestimmten Lichtwinkeln schimmert die Fassade wirklich in Himmelstönen.
Das Bauwerk folgt dem klassischen Beylik-Moschee-Plan: eine einzige Kuppel, ein quadratisches Hauptschiff und ein Vorhof. An der Südseite befinden sich Schulträume — hier handelte es sich also nicht nur um eine Moschee, sondern um einen ganzen Bildungskomplex.
Im Moschee-Hof können Sie das Mausoleum von Firuz Beys Ehefrau besuchen. Die Holzschnitzerei-Details, die Verzierungen der Gebetsnische und die doppelköpfigen Wolfsgestalten an den Wänden — wenn Sie genau hinschauen — sind architektonisch bemerkenswerte Details.