Das gewölbte Tor vor Ihnen ist das einzige Stadtmauerstück der antiken Stadt Mylasa, das bis heute erhalten ist. Es wurde in das späte 1. Jahrhundert v.Chr. datiert und in der frühen Römischen Zeit errichtet.\r\n\r\nDas eigentliche Wahrzeichen dieses Tores ist die doppelköpfige Axtdarstellung auf dem Schlussstein des Gewölbes. Im Altgriechischen hieß diese Axt „Labrys" — das ist übrigens die Wurzel des Wortes „Labyrinth". Diese Axt war keine gewöhnliche Verzierung; sie war das Symbol des heiligen Gottes Kariens: Zeus Labraundos. Sie stehen also nicht einfach vor einem Tor, sondern vor einem religiösen Durchgangsort.\r\n\r\nDieses Tor war der Ausgangspunkt der Prozessionsroute zum jährlich stattfindenden Fest des Zeus Labrandos. Pilger verließen die Stadt und folgten dem 14 Kilometer langen Heiligen Weg, um das heilige Heiligtum in Labraunda in den Bergen zu erreichen. Die Baltalı Kapı war also nicht nur eine architektonische Struktur, sondern der Beginn einer heiligen Pilgerfahrt.\r\n\r\nIn der frühen christlichen Zeit wurden Aquädukte, die Wasser von Osten nach Milas brachten, an dieses Tor angebunden. Heute können Sie noch die Spuren dieser Aquädukte neben dem Tor sehen. Die beiden Pfeiler, die das Aquädukt trugen, sind mit Palmetten- und Rillendekorationen verziert. Obwohl die obere Wölbung im Laufe der Jahrhunderte eingestürzt ist, zeigen die erhaltenen Teile die Meisterschaft der römischen Architektur in Anatolien.
Baltalı Kapı
Die Nordtor der antiken Stadt Mylasa; die doppelköpfige Axt (Labrys) im Schlussstein war das heilige Symbol Kariens. Erbaut im 1. Jh. v.Chr.
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Baltalı Kapı nerede ve nasıl bir yer?
Die Nordtor der antiken Stadt Mylasa; die doppelköpfige Axt (Labrys) im Schlussstein war das heilige Symbol Kariens. Erbaut im 1. Jh. v.Chr.
Ziyaret saatleri nedir?
24 Stunden sichtbar (Außenbereich).
Giriş ücreti var mı?
Kostenfrei
Nasıl gidilir?
1,5 km zum Denkmal von Gümüşkesen; zu Fuß erreichbar von anderen Punkten im Stadtzentrum.
Karte
In der Nähe
Hekatomnos Anıt Mezarı ve Kutsal Alanı (Uzunyuva)
2010 entdecktes „Sensationsfund des Jahrhunderts". Grabmal des karischen Satrapen Hekatomnos aus dem 4. Jahrhundert v.Chr.; Vorläufer des Mausoleions von Halikarnassos. Auf der UNESCO-Tentativliste.
Milas Müzesi
1987 eröffnetes Regionalmuseum. Werke aus der Karien-, Römer- und Byzantinerepoche aus Grabungen von Mylasa, Labraunda, Euromos und Iasos.
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Museum der Milas-Teppichwirkerei, bekannt seit dem 17. Jahrhundert. Webstühle, Webzechniken und originale Muster — eine Sammlung, die es in der Türkei nur selten gibt.